LG Bad Soden / Neuenhain

Leichtathletik

Fünfmal WM-Einzel-Gold für Magret Göttnauer (HK-Art. v. 12.4.2023)

Artikel aus dem Höchster Kreisblatt vom 12.4.2023:


-Bronze im Mannschaftswettbewerb-

Torun/Schwalbach - Margret Göttnauer ( W 70/LG Bad Soden/Sulzbach/Neuenhain) ist nicht gerade eine Frühaufsteherin, weiß aber spätestens seit der 9. Senioren-Hallen-Leichtathletik-Weltmeisterschaft, die vom 26. März bis 1. April im polnischen Torun mit 4173 Aktiven aus 88 Nationen ausgetragen wurde, um die Bedeutung " Morgenstund, hat Gold im Mund" . Der Grund - die Starts der Wettbewerbe 3000 m in der Halle und 6 km Crosslauf erforderten jeweils ein frühes Aufstehen um vier bzw. drei Uhr, um einen Tagesrhythmus zu finden, der gute Voraussetzungen für schnelle Zeiten gewährleistet.

"Das frühe Aufstehen ist mir schwerer gefallen als das Laufen. Ich musste mich über die 3000 m in der Halle nicht groß anstrengen und habe mich richtig gut gefühlt", meinte Margret Göttnauer. Ihr gelang ein Start-Ziel-Sieg. Mit zunehmender Distanz baute sie den Vorsprung ständig aus. Mit einer am Ende großartigen Zeit von 13:11,95 Min. vor Jeanette Groesz (USA) in 13:38,66 Min. siegte sie unangefochten. Mit ihrer Siegerzeit stellte sie zugleich eine neue deutsche Bestleistung auf - bisher 13:19,23 Min., von ihr selbst gehalten.

Das frühe Aufstehen schien Margret Göttnauer gut zu bekommen, denn auch beim 6 km Crosslauf mit 52 Starter/Innen der W 70 und M 75 und älter erfolgte ein weiterer "Frühstart". Auf dem anspruchsvollen Kurs, der dreimal zu durchlaufen war und mit Steigungen, Sand und Wurzeln versehen war, ging es zur Sache. Hinzu kamen starker Wind und Kälte. Dabei lieferte Margret Göttnauer sich mit dem Briten Normann Baillie einen spannenden Zweikampf den sie mit 29:24 Minuten nur um eine Sekunde gewann. Auch im Mannschaftswettbewerb Cross gab es Gold für Margret Göttnauer, Elfriede Ganter (LG Brandenkopf) und Marion Sarasa ( SCC Berlin).

Gold Nummer vier holte die Schwalbacherin im 10 km Straßenlauf. Bei für Göttnauer angenehmen Temperaturen, blauer Himmel und Sonnenschein, siegte sie in 45:58 Min. vor Marion Sarasa (SSC Berlin) in 48:28 Min. Auch hier gelang ihr die Verbesserung ihrer eigenen deutschen Bestleistung um 29 Sekunden.

Auch im Halbmarathon war die mehrfache deutsche Rekordhalterin, mit vier Goldmedaillen einer der erfolgreichsten deutschen Teilnehmerinnen, nicht zu schlagen. Sie gewann bei kaltem Wetter, ihre bevorzugten Wetterverhältnisse, in 1:44,05 Std und war damit um gut vier Minuten schneller als bei der DM 2022 in Ulm. Silber gewann Jeanette Groesz (USA) in 1:47, 21 Std.

Mit ihrer Zeit legte Margret Göttnauer die Basis für den Gewinn der Bronzemedaille im Mannschaftswettbewerb der W 65. Hier startete Margret Göttnauer als W 70 "runtergemeldet" in der W 65.

Einen Mehrfachstart absolvierte auch Vereinskollegin Anne Reuschenbach (W 40). Sie wurde jeweils zweimal Vierte und Fünfte. "Ich bin schon enttäuscht. Da war deutlich mehr drin ", bilanzierte die W 40 Athletin. Im Diskus, mit 31, 23 m aus dem ersten Versuch, lag sie lange auf Bronzekurs. Doch die Konkurrenz fing die LG-Athletin im letzten Versuch noch ab. Auch im Gewichtwurf waren 10,88 m medaillenverdächtig, auf Bronze fehlten am Ende 30 cm.

Brigitte Lemence (W 65) wartete im Kugelstoßen (5,71 m) und im Hochsprung mit 0,96 m mit zufriedenstellenden Leistungen auf. Auch der Weitsprung von 2,39 m geht in Ordnung. - rmü -

FM