LG Bad Soden / Sulzbach / Neuenhain

Corona bremst Margret Göttnauer bei ihrer WM-Medaillenjagd aus (HK-Art. v. 16.7.2022)

Artikel aus dem Höchster Kreisblatt vom 16.7.2022:


- Dennoch zweimal Gold, einmal Silber und Bronze sowie Deutsche Bestleistung-

Tampere/Schwalbach
- So hatte sich Langstrecken-Ass Margret Göttnauer (LG Bad Soden/Sulzbach/Neuenhain/W 70) ihre vierte WM-Teilnahme im finnischen Tampere nicht vorgestellt. Vorgesehen war ein Start über sechs Strecken. Am Ende blieben nur drei Wettbewerbe (Cross, 800m u. 5000m). Was der Konkurrenz nicht gelang, übernahm Corona. Corona bremste die Schwalbacherin über 1500 m, 10km Straße und den Halbmarathon aus. Alles Strecken, wo weitere Medaillen drin waren. "Mein Mann und ich haben die Heimreise mit einem lachenden und weinenden Auge angetreten", bemerkte Margret Göttnauer. Gold gab es für sie über die 800m und 5000m, Silber im Mannschaftswettbewerb Cross und Bronze im Cross (Einzel).

Als erster Wettbewerb stand der Crosslauf auf dem Programm. Eine Strecke, so Margret Göttnauer, die kaum dem Profil einer Crossstrecke entsprach. Die Verfassung von Margret Göttnauer war nicht gut, sie fühlte sich schlapp. Die hohen Temperaturen setzten ihr zu. Dennoch führte sie nach dem ersten Kilometer vor der Engländerin Dorothy Kesterton. Beide gaben den Takt vor, wobei die Irin Eileen Kenny und die Finnin Hellevi Mankki stets Kontakt zu den Führenden hielten.
Auf der Zielgerade musste Margret Göttnauer dann Federn lassen. In 25:13,4 Min. lief sie auf den Bronze-Rang. Es siegte die Finnin Heelevi Mankki in 25:10,2 Min. vor Eileen Kenny in 25:10,3 Minuten.
Die 800m standen nach etwas verschlafenem Beginn im Zeichen von Margret Göttnauer. In einem starken Schlussspurt gewann sie in 3:04,34 Min. vor Coreen Steinbach (USA) in 3:05,64 und Inglise Villum (Dänemark/ mit 3:09,60 Min.

Nach einem Tag Pause standen die 5000m an. Hier überzeugte Margret Göttnauer mit einem Start- Ziel-Sieg. Von Runde zu Runde baute sie bei hohen Temperaturen ihren Vorsprung aus und siegte am Ende mit 22:45,15 Min. vor Hellevi Mankki (Finnland) in 22:51,78 Min. und Eileen Kenny (Irland) in 23:04,97 Min.
Mit der Siegerzeit stellte Margret Göttnauer zugleich eine neue deutsche Bestleistung der W 70 auf - bisher Elfriede Hodam (LG Ortenau Nord) vom 16. Juli 2005 in Vaterstetten mit 22:52, 05 Min.
Mit diesem WM-Titel war die Medaillenjagd der Margret Göttnauer beendet. Corona, bestätigt durch Schnelltest, beendete die WM auf unrühmliche Weise. Von Corona blieb auch Ehemann Werner nicht verschont.
- rmü -



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