LG Bad Soden / Sulzbach / Neuenhain

Jugend - Leichtathletik : Emelie Kastl und Tim Steinfurth starten bei den "Deutschen" (HK-Art. v. 17.2.2022)

Artikel aus dem Höchster Kreisblatt vom 17.2.2022:


Main-Taunus - Der Leichtathletik-Kreis Main-Taunus ist bei den 53. Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften U 20 nebst Deutschen Winterwurfmeisterschaften, die am kommenden Wochenende im Glaspalast Sindelfingen ausgetragen werden, vertreten. Für diese Titelkämpfe der U 20, startberechtigt sind auch Aktive der U 18, haben sich Sprinterin Emelie Kastl (LG Bad Soden/Sulzbach/Neuenhain) und Hammerwerfer Tim Steinfurth (LG Eppstein/Kelkheim) qualifiziert. Sprinterin Emelie Kastl startet "hochgezogen" in der U 20. Die 15-Jährige trifft dabei auf bis zu vier Jahre ältere Konkurrenz. Tim Steinfurth startet als jüngerer Jahrgang altersgerecht in der U 20.

Eigentlich stand eine Teilnahme von Emelie Kastl bei den "Deutschen" der U 20 gar nicht auf dem Saisonfahrplan von Emelie Kastl und Trainer Christian Müller. Doch nachdem die talentierte Nachwuchssprinterin bei den "Süddeutschen" die DM-Norm von 25,70 Sekunden mit 25,60 Sekunden unterbot, war die Entscheidung für einen Start in Sindelfingen schnell gefallen.
"Ich freue mich in Sindelfingen zu starten. Für mich geht es darum, eine gute Zeit zu laufen und mich möglichst zu verbessern", geht die LG-Athletin gelassen an den Start. Für Trainer Christian Müller ist der zu erwartende Altersunterschied kein Handicap. Seine Athletin hat bei der Hessischen Landesmeisterschaft bewiesen, dass sie auch gegen ältere Läuferinnen der Aktivenklasse mithalten kann.
Für Trainer Christian Müller ist die Teilnahme seines Schützlinge auch die Chance, Erfahrung zu sammeln und das auf deutscher Ebene. Für Emelie Kastl ist es erst der zweite DM-Start. Der erste war überaus erfolgreich - deutsche Vizemeisterin über 300 m in der U 16.

Qualifiziert haben sich für Sindelfingen 42 Sprinterinnen. Mit ihrer Zeit von 25,60 Sekunden liegt Emelie Kastl auf Rang 34. Doch das ficht Athletin und Trainer nicht an - sie suchen die Herausforderung.
Die Vorbereitung war dabei mit schnellen Läufen über die Distanzen 120 m, 150 m und 180 m recht intensiv gewesen. Als Erholungsphase setzte Trainer Müller sechs bis zehn Minuten zwischen den Läufen an. Trainiert wurde übrigens im Freien, selbst bei Temperaturen von ca. drei Grad. Einmal pro Woche war Hallentraining in Frankfurt-Kalbach angesagt.

Tim Steinfurth ist in Sachen DM-Teilnahme schon fast ein "alter Hase". Sindelfingen wird für ihn die fünfte Teilnahme an den "Deutschen". Nach dem Ranking der 15 Hammerwerfer liegt er mit 59,91 m auf Platz neun. "Mein Ziel ist es, das Finale zu erreichen und dann die 60 m Marke zu übertreffen und vielleicht um eine Medaille zu kämpfen" - das ist die Erfolgserwartung des Eppsteiners an diese Meisterschaft.
Die Vorbereitung lief nicht optimal. Seit Mitte November plagte ihn eine Blockade des ISG-Gelenkes. Da konnte er nicht den angestrebten Umfang von fünf Einheiten a zwei Stunden pro Woche absolvieren. Der Schwerpunkt lag auf Technik und Schnelligkeit.
In der neuen Altersklasse wird mit einem 6 kg schweren Gerät geworfen, zuvor 5 kg. Probleme erwartet Tim Steinfurth durch das schwerere Gerät nicht. Durch seine körperlichen Voraussetzungen sieht er sich den erhöhten Fliehkräften, der Hammer zieht mehr am Körper, der Griff der Hände muss stabiler sein, gewappnet.
- rmü -

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