LG Bad Soden / Sulzbach / Neuenhain

Margret Göttnauer holt ihre letzte DM im Halbmarathon der W 65

Artikel aus dem Höchster Kreisblatt vom 19.10.2021:


Hamburg - 10 Grad und leichter Nieselregen. Für Hamburger Verhältnisse in dieser Jahreszeit nichts Ungewöhnliches . Das empfand auch Margret Göttnauer (LG Bad Soden/Sulzbach/Neuenhain/W 65) bei den "Deutschen" im Halbmarathon so. Das machte ihr nichts aus. Im letzten Jahr ihrer Altersklasse W 65 gewann sie mit 1:42:06 Std. souverän vor Gabriele Celette (LG Rehlingen) in 1:46:57 Std. den Titel - wir berichteten. "Eigentlich war Gabriele meine Favoritin", war die LG Athletin überrascht über den Zieleinlauf. 1:42:06 Std. ist zugleich eine neue Bestzeit.

"Es ist bei mir alles super gelaufen. Dass ich mit 69 Jahren nochmals eine neue Bestzeit im Halbmarathon laufe und mich dabei um über vier Minuten verbessere, damit hatte ich nicht gerechnet", sprudelte es förmlich aus Margret Göttnauer heraus. Alter scheint vor Schnelligkeit nicht zu schützen. Diese Freude ist verständlich, denn mit ihrer Zeit war sie schneller als eine Vielzahl von jüngeren Läuferinnen.
Das Ziel in Hamburg war eigentlich nur, die Zeit des Meisterjahres 2018 in Hannover zu verbessern. "Der Titel war für mich im Vorfeld dieser Meisterschaft nicht drin", meinte die neue Meisterin. Doch auch hier scheint zu gelten - die Wahrheit liegt auf der Halbmarathon-Strecke und da war Margret Göttnauer nicht zu schlagen, obwohl der Schwerpunkt der Saisonvorbereitung auf der Mittelstrecke (400m, 800m 1500m und 5000 m ) lag. Auch die Teilnahme an der Berglauf-WM und der "Deutschen" im Berglauf, schienen als Vorbereitung auf den Halbmarathon untauglich.
Doch das alles schüttelte Margret Göttnauer ab. Nach den letzten Trainingseinheiten auf der Bahn, entstand doch plötzlich das Gefühl, sich in Hamburg mit einer guten Zeit präsentieren zu können. Dieses Gefühl bestätigte sich bereits nach fünf Kilometern - 23:15 Minuten. Ihrem Ziel, schneller als 2018 in Hannover zu sein - 1:46:8 Std. - kam sie Schritt für Schritt näher. Die Zeit von 47:35 Minuten bei Kilometer Zehn ein weiterer positiver Hinweis. "Da hatte ich mir ein gutes Puffer herausgelaufen, um auf eine Endzeit von ca. 1:42 Std zu kommen ", meinte Göttnauer. Diese Einschätzung wurde mit einer Zeit von 1:30 Std. bei Kilometer 18 bestätigt. Da bedurfte es während des Laufes keiner großen Rechenkünste. Jetzt hieß es nur noch auf den letzten drei Kilometern einen Schnitt von fünf Minuten pro Kilometer zu halten. Das gelang, denn am Ende stand die Zieluhr bei 1: 42:06 Std. Margret Göttnauer überquerte die Ziellinie mit einem Lächeln. Auf Grund der guten Zeit war ihr dies trotz der Strapazen nicht vergangen. - rmü -

FM