LG Bad Soden / Sulzbach / Neuenhain

Tolles WM-Debüt für Göttnauer

Artikel aus dem Höchster Kreisblatt vom 21.09.2018:

LEICHTATHLETIK Vier Medaillen für die Schwalbacherin-Silbermedaille für Yvonne Steinfurth

Immer noch kann Margret Göttnauer nicht glauben, dass sie aus dem spanischen
Malaga bei den 23. Senioren-Leichtathletik-Weltmeisterschaften mit reichlich
Medaillen im Gepäck die Rückreise ins heimische Schwalbach antreten würde.

MAIN-TAUNUS. Mit einer Goldmedaille, zwei mal Silber und Bronze mit der 4x400 m
Staffel gab es für die Athletin der LG bad Soden/Sulzbach/Neuenhain bei ihrer
WM-Premiere in der Klasse W65 einen kompletten Madaillensatz. Abgerundet wurde
die stattliche Medaillensammlung durch Platz 6 über 800 m. Hochzufrieden kehrte
auch Kugelstoßerin Yvonne Steinfurth (LG Eppstein/Kelkheim) von der WM zurück.
Mit 11,97 m gewann sie Silber in der Klasse W45.
"Mit einer solchen Bilanz hatte ich angesichts der starken Teilnehmerfelder nicht
gerechnet", erklärte Göttnauer, die vor der WM ihre achte Deutsche Meisterschaft
im 10km Straßenlauf in Bremen gewonnen hatte. Das schien ihr einen Schub gegeben
zu haben. Göttnauer präsentierte sich in blendender Form. Ihr machte es nichts
aus, an einem Tag Wettkämpfe in verschiedenen Stadien zu absolvieren. Das war an
gesichts der großen Teilnehmerfelder erforderlich.

An ihrem rsten Wettkampftag sorgte sie im Crosslauf über 8 km für einen Pauken-
schlag. Bei 30° Grad Hitze und einer 7,1 prozentigen Steigung mit vielen Steinen
und Wurzeln musste sie sich mit 36:40 Minuten auf dem kurvenreichen Kurs nur der
US-Amerikanerin Sabra Harvey (34:48 min.) beugen. Das war die Silbermedaille.
"Durch meine Trainingsläufe im Taunus war ich jedoch gut vorbereitet. Es ist für
mich ooptimal gelaufen", strahlte Göttnauer. Das war die richtige Motivation für
den 10 km Straßenlauf. Wieder hieß es, der hohen Luftfeuchtigkeit von 93 Prozent
zu trotzen. Bei Kilometer vier setzte sie sich an die Spitze und gab diese Position nicht mehr ab. Nach 46:47 Minuten empfing sie ihr Ehemann mit den Worten "Lauf schneller, Du lahme Schnecke, Du bist Erste". Wie in Bremen ließ sie Gudrun Vogl (Spvgg Renningen/47:25 min.) keine Chance.
Doch damit war die Jagd auf Edelmetall noch nicht beendet. Göttnauer startete auch über 5000 m. Dabei lief sie äußerst mutig an, suchte ihr Heil in der Flucht. Zusammen mit dr US-Amerikanerin Sabra Harvey und der Berlinerin Elisa-
beth Westphal lief Göttnauer dem Feld voraus. Schnell lief das Trio einen Vor-
sprung von 50 Metern heraus. Die US-Amerikanerin konnte sich von den beiden
Deutschen absetzen. Somit machten sie Silber und Bronze unter sich aus. In
22:02,79 Minuten gab es Silber für Göttnauer. "Das war nicht zu erwarten", war
sie überrascht, zumal sie gut 40 Sekunden schneller war als bei den "Deutschen".

Ihre gute Form bestätigte sie auch über 800 Meter. Als Vorlaufsechste zog sie mit 3:04,15 Minuten in das Finale. Diesen Platz behauptete sie auch im Finale
(2:59,63 Min.)
Als Startläuferin der 4x400 m Staffel legte sie mit der besten Zeit der deutschen Staffelläuferinnen von 80 Sekunden den Grundstein für die Bronzeme-
daille. Dabei sind die 400 m zu kurz für Göttnauer.

Yvonne Steinfurth (LG Eppstein/Kelkheim) entschloß sich erst Mitte Juli zum Start. Seitdem lief auch die Vorbereitung. Die hat sich für die W45 Athletin
ausgezahlt. Im ersten Versuch gelangen ihr 11,59 m. Doch Steinfurth wollte mehr
und steigrte sch auf 11,97 m - Saisonbestleistung. Das brachte ihr die Silber-
Medaille. Bemerkenswert ihr Serie - sie wuchtete die Kugel mit Ausnahme eines
ungültigen Versuches jeweils über 11 m. "Beim Wettkampf herrschte eine angenehme
Atmosphäre, das hat meine Leistung positiv beeinflusst", meinte die Eppsteine-
rin, die während des Wettkampfes von Bettina Schard (MTG Mannheim) gut betreut
wurde.

rmü
(WG)