LG Bad Soden / Sulzbach / Neuenhain

Elisabeth Henninger läuft 800m-Vereinsrekord in Mörfelden

Bericht vom 21. Stadionfest in Mörfelden am 4.Juni 2022

Dieses Stadionfest ist eine Leichtathletikveranstaltung, die sich lohnt, auf dem Kalender vorgemerkt zu werden: Es ist ein interessanter Wettkampf in einem schönen Stadion, die Konkurrenz ist durchaus anspruchsvoll, wenn Qualifikationsleistungen versucht werden, außerdem muss niemand weit fahren.

Die LG BSN hatte etliche Athleten zwischen 10 und 55 Jahren am Start, und erwartungsgemäß lag der Schwerpunkt auf den Sprint- und Laufdisziplinen.
Ella Milberg (W10) hielt als Zweite im 50m-Sprint in recht ordentlichen 8,34 s und als Erste im Ballwurf mit 25m (Rang 4 in der ewigen LG-Bestenliste) das Fähnlein der U12 hoch. In der U14 war es wieder einmal Elisabeth Henninger, die sowohl ihren Vorlauf (10,60) als auch das Finale im 75m-Sprint (10,72) der Altersklasse W12 gewann. Elisabeth erweist sich als großes Sprint- und Lauftalent, an dem die LG BSN noch viel Freude haben wird, zumal wenn das Techniktraining seine Wirkung zeigen und sie noch schneller machen wird. Aber auch Luisa Pfeiffer (4. Platz/11,29) und Ylva Zirnig (5. Platz/11,53) schafften es ins Finale, Ylva lief im Vorlauf eine persönliche Bestzeit zu 11,36s; Antonia Marhold (W13) lief 11,79s in ihrem Vorlauf, schaffte es aber leider nicht ins Finale.

Beim Ballwurf der W12 erreichte Luisa Pfeiffer mit 31m einen guten 2. Platz (damit Platz 3 der ewigen LG-BL), Elisabeth Henninger warf sich mit 26m auf den 4. und Ylva Zirnig mit 26m auf den 6. Platz. Damit platzierte sich unser Trio im Vorderfeld des Wettbewerbes.

Die 800m wurden zum großen Schaulaufen von Elisabeth Henninger: In einem astreinen Start-Ziel-Sieg lief sie nach 2:37,03 min überlegen ins Ziel. Damit verbesserte sie ihren eigenen, erst Anfang Mai bei den Kreismeisterschaften aufgestellten Vereinsrekord gleich um rd. 4 Sek. – eine enorme Steigerung. Bei ihr ist im Moment so etwas wie eine Leistungsgrenze kaum absehbar, und es darf darauf gewettet werden, dass sie bei einem schnellen Rennen beim Kreisvergleich in Bruchköbel am 1. Oktober ohne weiteres unter 2:35 min laufen kann; wir dürfen gespannt sein. Luisa Pfeiffer kam bei ihrer 800-m-Wettkampfpremiere zu einer Zeit von 3:17,91 min, und obwohl sie keine Spezialistin dieser Wettkampfdistanz ist, sollte sich diese Zeit noch deutlich drücken lassen.

Bei den Jungen kam Nicolas Rom (M12) in persönlicher Bestzeit zu 2:45,34 min zu einem 6. Platz in seinem Lauf; bei Nicolas scheint der Knoten geplatzt zu sein, und auch er dürfte im Laufe der Saison noch zu einem Angriff auf die 2:40 min imstande sein. Einen sehr guten 2. Platz über 75m belegte Julian Bönnen (M13), der sich in 11,09 nur um 6/100 dem Sieger geschlagen geben musste.

Der U14-Trainer und Verfasser dieser Zeilen, Peter Conrad, ging zum ersten Mal seit 2016 wieder über 800 m an den Start und kam 55-jährig als Zweiter in der Männerwertung in 2:18,30 min ein. Damit ist die Qualifikationsleistung für die Deutschen Seniorenmeisterschaften gleich auf Anhieb erfüllt, wenngleich Schnelligkeit wie Laktattoleranz nach und nach noch zu verbessern sind; aber der Körper braucht eben Zeit, um jene Wettkampfhärte zu erlangen, ohne die Mittelstreckenrennen nicht mit Aussicht auf Erfolg zu bestreiten sind.

Zu guter Letzt ist noch der 3. Platz von Emelie Kastl (U18) über 100 m herauszustellen, die in 12,80s ins Ziel kam. Für Emelie ging es in diesem Rennen noch darum, im Hinblick auf die Qualifikation zu den Deutschen Meisterschaften ihre 200-m-Zeit auf dem Wege der Unterdistanz zu verbessern; dieses Vorhaben ist unterdessen in Mannheim erfolgreich über die Bühne gegangen.

-Peter Conrad-

FM