LG Bad Soden / Sulzbach / Neuenhain

Weitsprung und Ballwurf in Bad Homburg: Zwei Siege und drei zweite Plätze

In Zeiten von Corona gibt es Wettkämpfe über das Ende dieser eigentlich ausgefallenen Saison hin-aus, und auch wenn es für Vereinsrekorde Mitte Oktober viel zu herbstlich kühl ist, werden solche Wettkämpfe trotzdem gerne mitgenommen, um überhaupt einmal eine Urkunde in der Hand halten zu können.

Genau dies war beim vorzüglich organisierten Weitsprung- und Ballwurfwettkampf in Bad Homburg am 17.10.2020 der Fall, wenngleich die Tatsache, dass kein Kind ohne Urkunde nach Hause gehen musste, nicht zuletzt am Umstand lag, dass die Teilnehmerfelder wegen Herbstferien und Corona reichlich überschaubar waren. Gleichwohl können solche Wettkampfangebote nicht hoch genug gelobt werden, weil jede noch so kleine Startmöglichkeit ein Schritt zurück zur Normalität bedeutet und die Kinder erfahren, wozu das Training gut ist. Es wäre wünschenswert, wenn sich solche Wettkämpfe auch nach Corona in den Kalendern halten würden, dann freilich mit den Teilnehmerzahlen, die sie verdienen.

Die LG BSN trat mit dem Quartett Eva Strenkert (W11), Yann Kammermeier (M11), Labrini Balaskas und Luisa Pfeiffer (beide W10) an. Eva hatte nur eine Gegnerin in ihrer Altersklasse, gewann aber mit 3,90 m im Weitsprung und 29,00 m im Ballwurf jeweils deutlich. Überhaupt ist bei Eva seit ihrem starken 800-m-Lauf in Schwalbach vier Wochen davor der berühmte Knoten geplatzt, hat sie doch bei Wettkämpfen jede Zurückhaltung und Nervosität abgelegt. Bedauerlicherweise ver¬mochte sie heuer nicht bei einem kompletten Dreikampf anzutreten. Ihr Altersgenosse Yann Kammermeier war mit 33,50 m bester Werfer der LG BSN, seine 3,48 m im Weitsprung sind indes ausbaufähig. Damit errang er beim Werfen immerhin einen guten 2. Platz.

Zweimal Zweite war auch Luisa Pfeiffer: Beim Ballwurf erzielte sie eine Weite von 23,50 m, und die Tatsache, dass jeder ihrer Würfe 20,00 m und weiter ging, zeugt davon, dass sie einen guten Wettkampf erwischt hat. Dieser gute Beginn ließ sich beim Weitsprung leider nicht durchhalten, war sie doch mit ihren 3,59 m nicht eben zufrieden. Es sei hier erwähnt, dass sie, allerdings im Sommer, bereits 4,00 m im Training gesprungen ist; außerdem gibt es auch bei Weltklassespringerinnen immer einmal solche Tage, an denen sie sich, wie man sagt, beim Absprung nicht treffen. Mit kontinuierlichem Training und etwas Fortüne kann auch sie künftig Dreikämpfe für sich entscheiden: Dafür spricht schon ihre enorme Schnelligkeit.
Labrini Balaskas kam bei ihrem ersten Auftritt für die LG BSN zu 2,73 m im Weitsprung. Auch sie wird sich allmählich weiter verbessern, weil sie außer in den Ferien kaum einmal im Training fehlt. Wenn sie Ihre Deutschkenntnisse Zug um Zug ausbaut; bekommt sie alsbald auch einen stärkeren Rückhalt in der Trainingsgruppe; denn sie wird gewiss schneller Deutsch lernen als ihr Trainer Griechisch.

Insgesamt waren alle Kinder nach dem Wettkampf guter Dinge. Hoffen wir, dass es im kommenden Jahr wieder eine Wettkampfsaison gerade für die Jüngsten geben wird, die ihren Namen auch verdient.

FM