LG Bad Soden / Sulzbach / Neuenhain

Hallensaison 2019/2020 (Teil 2) - Meisterschaftsbilanz

Eigentlich würde der Chronist an dieser Stelle wohl schon über die ersten Wettkämpfe der Freiluftsaison 2020 berichten - meistens Bahneröffnungen, aber auch schon die ersten Meisterschaften (10000m, Ultraläufe) hätten angestanden. Die Witterungsbedingungen wären ideal. Eigentlich. Aber in Corona-Zeiten ist ja bekanntlich alles anders und (fast) alle Aktivitäten – Training wie Wettkämpfe liegen auf Eis. Angesichts des schönen Wetters würden alle sehr, sehr gern nach draußen drängen. Da fällt es schwer, noch mal in die Hallen zu blicken und die Wettkämpfe zu bilanzieren.

Aber wie schon in Teil 1 des Rückblicks angemerkt, sollen die Seiten in den Vereinsarchiven nicht leer bleiben und so schauen wir uns noch einmal die Meisterschaftsergebnisse an.
AthletInnen der LG BSN nahmen an den Hessenmeisterschaften, den Süddeutschen Meisterschaften und den Kreismeisterschaften teil. Regionalmeisterschaften werden in der Halle in der Rhein-Main Region nicht ausgetragen. Die SeniorInnen nahmen an den Kreis- und Hessenmeisterschaften sowie an den Deutschen Titelkämpfen teil.

Auf der Habenseite der LG BSN-Bilanz bei Hessischen Meisterschaften stehen ein Titel, 2 Silbermedaillen, drei 5. Plätze und ein 6. Rang zu Buche. Das entspricht in der Tendenz der Vorjahresabrechnung, als es einen Titel, 1 Silbermedaille, einen 4. Platz, zwei fünfte Ränge und je einen 6., 7. und 8. Platz gab.
Den einzigen Hessentitel holte wie im Vorjahr Kai Strauch über 400m und auch die 4x200m-Staffel der Männer mit Hendrik Becker, Kai Strauch, Patrick Hessami und Patrick Gottschalk konnten ihre Vorjahrsplatzierung verteidigen – Platz 2. Sehr erfreulich auch die Silbermedaille der 4x100m-Staffel der m U 16. Das Quartett Fran Tomazic, Jan-Hendrik Schuster, Leo Burns und Nicolas Popp konnte unerwartet einen Podiumsplatz erlaufen. Nach langer Wettkampfpause meldete sich Johanna Richardson mit einem 5. Platz über 400m bei der U 18 zurück. Fünfte wurde auch Emelie Kastl (W 14) über 800m, wobei sie auch einen sehr guten neuen Vereinsrekord aufstellte (darüber im 3. Teil mehr). Und auch Patrycja Krause landete über 1500m der Frauen auf dem 5. Rang.

Arne Kracke (U 18) hatte über 60m die Qualifikation für die Süddeutschen Meisterschaften geschafft, kam dort jedoch über den Vorlauf nicht hinaus.

In der Hallensaison des Vorjahrs gab es für Kai Strauch noch einen herausragenden Titel – er wurde Deutscher Hochschulmeister über 400m, ein Ergebnis, das er dann auch im Freien wiederholen konnte. In dieser Hallensaison hatte er eine etwas andere Agenda. Er erhielt zwei ehrenvolle Einladungen für hochkarätige Hallensportfeste in Erfurt (Erfurt Indoor 2020) und Dortmund (PSD Bank Indoor Meeting). Das waren zwar keine Meisterschaften, hatten qualitativ – auch wegen internationaler Besetzung – durchaus aber einen vergleichbaren Status. Auch bestand vielleicht die Möglichkeit die Quali für die DM zu laufen. In Erfurt lief er Anfang Februar die 400m in 49,39 Sek, in Dortmund eine Woche später 49,26 (SB). Für die DM-Quali (49,00) haben die Zeiten dann leider nicht gereicht, aber auf der Habenseite stehen zwei große Erlebnisse für Kai zu Buche.

Die Kreismeisterschaften fanden wie immer gemeinsam mit dem Hochtaunus- und dem Wetteraukreis statt und auch die Verteilung auf zwei Tage entsprach dem langjährigen Ablauf. Am ersten Tag finden die Disziplinen für Frauen, Männer, U 20, U 18 und U 16 sowie die 800m und die Hürden für die U 14 statt. Am zweiten Tag stehen die Mehrkämpfe und Staffeln für U 14 und U 12 auf dem Programm.

Auf den Medaillenrängen gab es für die LG BSN 18 Meisterschaften, 7 zweite und 5 dritte Plätze, insgesamt also 30 Podiumsplätze. Dazu kommen drei 4. Plätze sowie je ein 6., 7. und 8. Rang. Das macht in toto 36 Endkampfplätze. In der Vorsaison sah das Bild etwas anders aus. Es gab mit 28 Medaillenrängen (16/5/7) zwei Podiumsplätze weniger. Da aber 6 vierte, 4 fünfte, 2 sechste, 3 siebente und 2 achte Plätze zusätzlich zu Buche standen, landete die LG unter dem Strich bei 45 Endkamplätzen. Kurz zusammengefasst: In der Spitze war dieses Jahr etwas stärker, in der Breite das letzte Jahr.
Ein Problem wird jedes Jahr wieder sichtbar – es gelingt nicht immer, alle Wettkämpfer für eine Teilnahme zu mobilisieren. So werden Jahr um Jahr viele Medaillen liegengelassen und dabei natürlich auch Gelegenheiten verpasst, sich in der Hallenbestenliste zu verewigen, denn allzu viele Hallenwettkämpfe gibt es gar nicht. Sehr schade z.B. auch, dass keiner der silbernen Staffelläufer (bei der HM, s.o.) bei den Kreismeisterschaften am Start war.

Erfolgreichste Athletin war Theodora Bijelic (W 13) mit insgesamt 4 Titeln – 3 Einzelmeisterschaften (Dreikampf, 60m Hürden, Weitsprung) und 1mal mit der U 14 4x100m Staffel. Arne Kracke (U 18) wurde Doppelmeister (60m/200m).

Mehrfachmedaillengewinner waren auch
• Mélanie Hamelin-Chalcou (U 20) mit 1x Gold (4x200m) und 2x Bronze (60m/200m),
• Bérengère Gherardi (U 20) mit 1x Gold und 1x Silber (4x200m/200m),
• Tara Heurung mit 1x Gold und 1x Silber (4x200m/60m),
• Max Sedelmeier (M 10) mit 2x Gold (Dreikampf, 4x50m),
• Neela Szangolies (W 12) mit 2x Gold (Vierkampf, 4x100m),
• Anik Eser (W 12) mit 1x Gold und 1x Bronze (4x100m/Dreikampf),
• Eva Strenkert (W 11) mit 1x Gold und 1x Bronze (4x50m/Dreikampf) sowie
• Amy Reitze (W 11) mit 2x Silber (Dreikampf/4x50m).

Die weiteren Medaillengewinner waren

Kreismeister:
• Emelie Kastl (W 14/300m),
• Ruven Schreiber (M12/800m),
• Yannick Risto (M 13/800m),
• Bruno Heisig (M13/Vierkampf)
• Maren Schneider (W 15/Kugel),
• Till Müller(U 18/800m),
• Patrick Hessami (Männer/800m),
• Sarah Schraub (F/400m),
• Paulina Risto (U 20/4x200m),
• Natascha Schäfer (U 14/4x100m),
• Julian Bönnen, Florian Walter, Nicolas Rom (alle U12/4x50)

Silbermedaillen:
• Kira Heurung (W 15/60m)
• Janina Turek (F/60m)
• Maximilian Bönnen (M13/Dreikampf)
• Nora Nägel und Leonie Wieberneit (U12/4x50m)

Bronzemedaillen:
• Jan Selzer (M13/Dreikampf).

Die weiteren Endkampfplatzierungen gab es für
• Paulina Risto (F-4./400m)
• Ruven Schreiber (M12-4./Vierkampf)
Natascha Schäfer (W13-4./Vierkampf),
• Julian Bönnen (M11-6./Dreikampf)
• Leonie Wieberneit (W11-7./Dreikampf)
• Nicolas Rom (M10-8./Dreikampf)

Die SeniorInnen waren auch in dieser Hallensaison recht erfolgreich. Gradmesser ist hier in erster Linie das Abschneiden bei den Deutschen Meisterschaften, denn auf Kreis- und Hessenebene sind die Teilnehmerfelder doch arg dünn und die Konkurrenz oft nicht sehr bedeutsam. Setzen wir also den Schwerpunkt auf die Resultate bei nationalen Titelkämpfen.

An dieser Stelle wurde bereits ausführlich über diese Meisterschaften berichtet. Zusammengefasst gab es 4 Gold-, 4 Silber und 2 Bronzemedaillen. Neben den eigentlichen Hallenwettbewerben finden daneben auch noch die sog. Winterwurfmeisterschaften im Freien statt. Das kommt einer vielseitigen Athletin wie Anne Reuschenbach (W 40) natürlich sehr zu Gute, denn neben ihren 4 Medaillen drinnen gab es für sie auch 2x Edelmetall draußen. Titel holte sie über 60m Hürden, im Speerwurf sowie im Kugelstoß, Silbern glänzten die Medaillen im Dreisprung, im Stabhochsprung sowie im Diskuswurf. Margret Göttnauer (65) hat über die Jahre eine eindrucksvolle Titelsammlung angelegt – sie deckt ja läuferisch alles ab, was über längere Strecken geht, ob auf der Bahn, in der Halle, im Gelände oder am Berg. In der Halle gewann sie nun den nationalen Titel über 3000m und holte dazu noch eine Bronzemedaille über 800m. Die anderen beiden Medaillen gewannen die 4x200m Staffel (W 35) mit Sabine Müller, Franziska Zirnig, Anne Reuschenbach und Sarah Schraub sowie Sarah (W 35) im Einzel über 400m. Franziska Zirnig (W 35) belegte mit PB im Weitsprung Platz 6 und verpasste über 60m nur knapp den Endlauf.

Anne, Margret, Sarah und Franziska waren auch auf Landesebene recht erfolgreich. Anne mit Titeln über 60m H, im Weit- und Stabhochsprung sowie im Kugelstoß, Sarah über 400m, Franziska im Weitsprung und Margret über 800m. Anne im 60m-Sprint sowie Franziska im Kugelstoß steuerten auch hoch zwei Silbermedaillen bei. Das dritte Silber holte Sabine Müller (W 55) über 400m. Schließlich komplettierte Franziska ihren Medaillensatz mit Bronze über 60m.

Bei den Kreismeisterschaften war die Teilnahme überschaubar. Hier geht es meistens nicht in erster Linie um die Titel (die angesichts der höherwertigen Landes- und Bundestitel nicht so attraktiv erscheinen), als vielmehr oft darum, entweder die DM-Qualis zu schaffen oder überhaupt Wettkampfpraxis zu bekommen, denn – siehe oben – allzu viele Hallenwettkämpfe gibt es ja nicht.
So sei der guten Ordnung halber erwähnt, dass Anne und Franziska jeweils Kreismeisterin im Weitsprung wurden, Brigitte Lemence (W 65) sich die Titel mit der Kugel und über 60m holte und die 4x200m Staffel sich für die DM warmlief und dabei den Kreistitel gewann.

FM