LG Bad Soden / Sulzbach / Neuenhain

2 Hallenrekorde und viele, viele PB zu Beginn der Hallensaison

Gerade mal gut zwei Monate lag der letzte Freiluftwettkampf in Bruchköbel zurück, da standen für einige AthletInnen der LG BSN Anfang Dezember 2019 schon wieder Wettkämpfe auf dem Terminplan. Aber jetzt unter dem Dach in der Halle. Meistens bereitet man sich im Winter ja auf die Freiluftsaison vor und nimmt oft die Hallenwettkämpfe als angenehme Abwechslung mit. Manche betreiben auch gezielt eine Hallensaison mit den Meisterschaften Anfang des neuen Jahres als Höhepunkt.
Traditionell besuchen die LG BSN-AthletInnen zum Jahresausklang und Beginn der Hallensaison das Schülersportfest des Kreises Frankfurt, das Nikolaussportfest in Hanau und das Vorweihnachtskriterium in Stadtallendorf. Man ist also in allen drei Hallen, die Leichtathletik-Wettkämpfe in Hessen anbieten, zu Gast. Hin und wieder fuhren in der Vergangenheit auch einige nach Ludwigshafen, Düsseldorf oder Dortmund, in diesem Jahr allerdings nicht.

Altersklassenwechsel mitten in der Hallensaison

Einige der in Frankfurt, Hanau oder Stadtallendorf gestarteten AthletInnen nahmen eine der letzten Gelegenheiten wahr, sich vor dem Wechsel in die nächste Altersklasse noch in ihrer alten Kategorie zu verewigen. Im Schülerbereich gehört man ja nur jeweils ein Jahr derselben Wettkampfklasse an, dann erfolgt der Wechsel. In den Jugendklassen U 18 und U 20 ist das alle zwei Jahre vorgesehen. Da die Wechsel nun immer zum 1. Januar eines neuen Jahres wirksam werden, finden sich die Schüler und einige Jugendliche mitten in der laufenden Hallensaison in einer neuen Wettkampfklasse wieder und ihre Leistungen gelten ab dann für die Bestenlisten der neuen Alterskategorien. Diese Situation haben wir im Freien nicht. Bei dieser Konstellation kann man dann auch interessante Entwicklungen beobachten. Die Schüler haben meistens Ende Februar/Anfang März ihren letzten Hallenwettkampf, gehen dann in die Freiluftsaison und nehmen ihre Wettkämpfe in der Halle wieder in derselben Altersklasse auf - mit rd. 7 Monaten dazwischen. Gerade im Schülerbereich können sich in dieser Zeit starke Entwicklungen vollziehen und diese werden dann in den Ergebnislisten im Dezember sichtbar.

28. Kreishallensportfest der Schüler am 1.12.2019

9 Schülerinnen und Schüler fanden am 1. Advent den Weg in die Kalbachhalle in Frankfurt (2018 waren es 15 TN). Es gab mit 2 Hallenbestleistungen im Vergleich zu 2018 weniger Hallen-Vereinsrekorde (6), aber dafür eine Fülle von persönlichen Hallenbestleistungen (PB) – insgesamt 22. Das ist ja zunächst für alle AthletInnen das Wichtigste – sich leistungsmäßig zu verbessern und zu steigern.
Aber auch die Bilanz der Platzierungen kann sich sehen lassen: 2 Siege, 2 zweite Plätze, 3 dritte Ränge, 4 vierte Plätze und jeweils ein 5., 6., 7. und 8. Platz – insgesamt also 15 sog. Endkampfplatzierungen (Rang 1-8). Dazu noch eine ganze Reihe weiterer guter Platzierungen, denn die Teilnehmerfelder waren teilweise recht groß. So klingt der 12. Platz von Natascha Schäfer (W 12) im Weitsprung (PB 3,94) auf den ersten Blick nicht besonders weit vorne, ist es bei 46 (!) Teilnehmerinnen aber doch. Und so kann sich in derselben Alterskategorie auch der 25. Platz von Helen Petri (3,60m, PB eingestellt) in diesem Weitsprungwettbewerb durchaus sehen lassen.

Die beiden Vereinshallenbestleistungen gehen auf das Konto von Emelie Kastl (W 13) und Julia Jung (W 15). Emelie zeigte sich von ihrer sommerlichen Verletzung, die sie zum Abbruch der Freiluftsaison zwang, gut erholt und verbesserte in ihrem letzten Rennen in der W 13-Klasse den nun schon 13 Jahre alten 800m-Hallenrekord von Ellise Meyer (2:39,49) auf 2:35,23min. Mit dieser Zeit gewann Emelie auch das Rennen in Frankfurt. Auch der zweite Vereinsrekord ist im Vereinskontext hochwertig. Nach ihren 1,60m im Sommer überquerte Julia Jung nun auch in der Halle die Hochsprunglatte in dieser Höhe. Sie belegte damit höhengleich den 2. Platz in diesem Wettbewerb. Es war ein würdiger Abschied von Julia Jung – nicht nur aus der Schülerklasse, sondern auch von der LG BSN. Sie wird in 2020 versuchen, ihre Vielseitigkeit in der Mehrkampfgruppe von Eintracht Frankfurt noch besser zur Geltung zu bringen (siehe auch den Beitrag an dieser Stelle vom 25.8.2019 über ihren Vereinsrekord in Bruchköbel).

Den zweiten Sieg in Frankfurt holte sich Max Burns (M 11) im Weitsprung mit 4,42. Diese Weite bedeutet auch Platz 2 in der ewigen Hallenvereinsbestenliste (HVBL). Max holte sich in der Kalbachhalle mit 3 PB einen kompletten Medaillensatz ab, denn über 800m belegte er in glänzenden 2:36,51 Platz 2 (Rang 4 in der Vereinsbestenliste). Und schließlich zeigte er auch Sprinterqualitäten, die ihn über 50m auf Platz 3 einlaufen ließen. Seine 7,74 bedeuten Platz 3 in der VHBL – interessanterweise teilt er sich diesen Platz mit seinem um ein Jahr älteren Bruder Leo, der ein Jahr zuvor in Hanau exakt dieselbe Zeit lief. Auch Leo Burns (M 12) war in Frankfurt am Start. Über 800m lag er am Schluss mit 2:42,12 auf Platz 3 und über 60m kam er im Endlauf mit 8,82 auf Platz 4 ein. Im VL hatte er mit 8,78 ein PB aufgestellt.

Gut dabei waren auch Jan-Hendrik Schuster (M 13), Bruno Heisig (M 11) sowie Yannick Risto und Fabian Lenz (beide M 12). Jan-Hendrik belegte mit 6,96 (PB) den dritten Platz im Kugelstoß, mit 1,40 (PB) den 4. Platz im Hochsprung und auch über 60m langte es mit 6,96 zu einer neuen PB.
Recht erfolgreich war Bruno Heisig. Er landete 3mal eine PB – über 50m mit 8,11 (Platz 8 im Endlauf), über 800m mit 2:45,95 (7. Platz; Rang 3 HVBL) sowie im Weitsprung mit 4,18 (4. Platz; Rang 7 HVBL). Yannick Risto war über 60m und 800m am Start. Und beide Male standen auch bei ihm PB in der Ergebnisliste verzeichnet. 2:48,98 über 800m bedeuten Rang 6 und über 60m lautet seine neue Bestzeit 9,83. Gleiches auch bei Fabian Lenz PB über 60m mit 9,85, über 800m mit 2:54,16; dazu noch eine PB im Weitsprung mit 3,74.
Außerdem gingen Jan-Hendrik, Yannick, Leo und Max mit der 4x75m-Staffel in der U14 an den Start und landeten auf Platz 4.

Bei den Mädchen wurden die Weitsprungplätze von Natascha Schäfer und Helen Petri (beide W 12) schon erwähnt. Beide waren aber auch noch in anderen Disziplinen unterwegs. Natascha belegte mit 1,25 (PB) im Hochsprung Platz 4 und lief über 60m im Vorlauf mit 9,21 PB. Helen sprang im Hochsprung mit 1,20 ebenfalls PB und auch über 60m Hürden lief sie so schnell wie vorher noch nie – 12,11 (Platz 3 HVBL).
Für alle TeilnehmerInnen war es der letzte Wettkampf in ihrer alten Alterskategorie – in 2020 geht es wieder neu los, teilweise auch mit neuen Disziplinen.

Nikolaussportfest in Hanau am 7./8.12.2019

Am 2. Adventswochenende fand die 27. Ausgabe des Nikolaussportfestes in der August-Schärttner-Halle zu Hanau statt, das die LG BSN schon seit vielen Jahren besucht. Diesmal waren insgesamt 6 Athletinnen am Start – neben Johanna Richardson (U 18) noch Cara Schäfer, Maren Schneider und Kira Heurung (alle W 14) sowie Eva Strenkert und Carla Emanuela (beide W 10). Von den starken 800m-Läufern der M 11, die im Vorjahr über diese Strecke das komplette Siegerpodest besetzten, war leider keiner am Start. Auch sonst war es schade, dass viele die letzte Möglichkeit, auf der schnellen Hanauer Bahn in der alten Altersklasse in der ewigen Bestenliste noch mal deutliche Spuren zu hinterlassen, nicht genutzt haben.

Die besten Resultate lieferten die beiden jüngsten sowie die älteste Athletin ab.
Eva Strenkert und Carla Emmanuele belegten über 800m die Plätze 2 und 4 mit 3:01,78 bzw. 3:14,22 – jeweils PB und Ränge 3 und 4 der HVBL). Johanna Richardson konnte nach längerer Wettkampfpause über 200m voll überzeugen und landete mit 28,26 auf einem guten 4. Platz.
Cara, Maren und Kira (alle W 14) konnten ebenfalls eine Reihe von PB aufstellen:
Cara mit 9,21 über 60m und 3,85 im Weitsprung; Maren mit 9,22 über 60m (daneben noch 4,02 im Weitsprung sowie 7,49 im Kugelstoß – keine PB) und Kira mit 9,40 über 60m.

Eva und Carla (beide W 10) erzielten neben ihren 800m-Zeiten noch weitere PB: Eva mit 8,42 über 50m (4. Platz im B-Finale) sowie 3,34 im Weitsprung und
Carla mit 8,89 über 50m sowie 3,24 im Weitsprung. Neben den guten Leistungen war es für die jüngeren Athletinnen vor allem wichtig, bei so einer großen Veranstaltung wie dem Nikolaussportfest mit der Atmosphäre und den vielen Teilnehmern vertraut zu werden. Wettkampferfahrung und die dabei erworbenen Wettkampfhärte sind ja unverändert ganz elementare Faktoren.

36. Nationales Vorweihnachtskriterium in Stadtallendorf am 14./15.12.2019

Paulina Risto und Tara Heurung bestritten in Stadtallendorf ihren letzten Wettkämpf in der U 18-Altersklasse, ab 2020 werden sie unter U 20 geführt. Und auch Kira Heurung war zum letzten Mal in ihrer alten Klasse W 14 unterwegs. Kira konnte ihre erst eine Woche vorher in Hanau aufgestellte PB über 60m mit 9,40 auf die Hundertstelsekunde bestätigen. Auch Paulina Risto stellte PB auf. Über 50m und 200m sind nun 8,71 bzw. 28,85 ihre neuen Richtwerte. Tara Heurungs PB waren qualitativ schon so gut (8,37 bzw. 27,38), dass sie zum Saisoneinstand diese Zeiten noch nicht ganz erreichen konnte - 8,44 und 27,92. Es war aber ein vielversprechender Halleneinstieg. Paulina und Tara kamen über 60m beide in den Zwischenlauf, konnten sich dann ab er nicht für den Endlauf qualifizieren.


FM