LG Bad Soden / Sulzbach / Neuenhain

RTF auf bayrisch

Au.....

eigentlich ein Ausdruck von Schmerz. Aber auch ein Name eines kleinen Ortes bei Bad Aibling, Landkreis Rosenheim, im Rosenheimer Land. Nicht unweit von der Grenze zu Österreich, in diesem Fall zu Kufstein am Inn. Und von dort aus sollte auch der Leidensweg beginnen.

Kurz entschlossen und erfahren durch die Katzwanger Triathleten - welche dort schon des Öfteren teilnahmen - wollten wir (Anette und ich) die RTF-Tour nutzen, um auf dem Heimweg noch einen sportlichen Abstecher zu machen. Denn: Echte Triathleten haben immer ihr Rad dabei.

„Rund um den Wendelstein heißt das Zauberwort“

Die angebotenen Strecken waren aber schon lange ausgebucht. A Wahnsinn !! Nur die 50Km-Strecke ist noch zu erradeln. Reicht ja auch für eine kleine Abschiedstour. 115Km, 165Km und 202Km wurden ebenfalls angeboten. O.K., wir waren schon an der Anmeldung zu Kurzstrecke als ich nur mal so fragte, ob nicht vielleicht doch noch die Chance besteht bei einer längeren Route teilzunehmen. Man antwortete uns gleich: „Die 202Km sind ausgebucht“. Ach wie schade. Doch bei 115Km und 165Km gab es aufgrund einiger Absagen noch Platz. Wir stimmten zu . Dann eben die 115Km. Erst jetzt beschäftigten wir uns mit dem Profil. Dies hieß jetzt 115Km mit 1630 Höhenmetern. A Traum !!!

Samstag ab 7:00 Uhr ging es los. Doch der bayrische Wettergott hatte scheinbar etwas dagegen, dass zwei Hessen mitradeln wollten. Um 9:00 Uhr hatte es den Anschein, dass der Regen aufhört.Also dann, Start um ca. 9:00Uhr. Naja, aber eigentlich machte der Regen nur kurz Pause und die Fahrt wurde zum Test: Wie lange halte ich es auf dem Rad im Regen aus ? Ich - Brauni - durfte dies ja bereits in 2007 fast 2,5Wochen bei der Tour durch Deutschland erfahren. Und wären da nicht die hervorragenden Verpflegungsstationen gewesen wer weiß, ob man sich nicht ein Taxi mit Radanhänger gerufen hätte. Doch bei Rührei, warmer Suppe, Kuchen, Obst und warmem Tee sowie Kas‘spatzen bei der zweiten Verpflegung konnte man dann gestärkt dem Wetter trotzen. Der Regen allein war ja eigentlich schon genug gewesen. Aber die Höhenmeter taten ihr übriges. Schmerz pur ! Bei der Abfahrt - ca. 5Km vor dem Ziel - sollte auch der letzte Fetzen Stoff noch nass werden, sodaß man nur im Schneckentempo die wundervolle (aber steile) Abfahrt genießen konnte. Aquaplaninggefahr ! Doch wir haben es tatsächlich geschafft. In ca. 5:30 Stunden. A goil´s Gefuil ! Und ich glaube es war kein Zufall, dass in das kleine Örtchen „AU“ der Start und das Ziel gelegt wurden.

Die Strecke war dennoch ein Traum von der Landschaft her (wenn auch verregnet). Wir sind uns sicher, dass wir nächstes Jahr wieder dabei sind, um den Wendelstein bei gutem Wetter zu umradeln. Es lohnt sich...

Infos unter www.Wendelsteinrundfahrt.de. Schaut mal rein.

Brauni
sg