LG Bad Soden / Sulzbach / Neuenhain

Trainingslager 2009 in St. Gilgen

St. Gilgen kennen die meisten Menschen nur, weil es der ehemalige Urlaubsort unseres Altkanzlers Kohl war.

Zum ersten Mal machte sich eine Miniabordnung zum Triathlontraining in die schöne Stadt St. Gilgen am Wolfgangsee auf. Bei herrlichem Sommerwetter war das ein Triathlonanfänger und ein schon etwas erfahrener Athlet. Mit dem Auto ging es in etwa 6 Stunden in das Salzburger Bergland. Im Jugendgästehaus St. Gilgen waren wir sehr gut untergebracht. Zu den Service des Hauses gehört auch die kostenfreie Benutzung des Hallenbades direkt gegenüber. In der Unterkunft angekommen, wurde sich erst mal in aller Ruhe eingerichtet.

Anschließend wurde noch eine kleine Einrollrunde über 50km bei 600Hm gemacht und weil der Sache nicht genug getan, wurden auch noch 7,5km am See entlang gelaufen. Die Strapazen des Tages zeigten sich spätestens gegen 21 Uhr, denn da wurden wir vom Schlaf übermannt. Schlaf ???????oh ha, da hatten wir die Rechnung nicht mit einer Gruppe Jugendlicher gemacht die glaubten, sich im Treppenhaus durch Schreien und Brüllen verständlich zu machen. Ich glaube 4 Uhr in der Früh war dann endlich Ruhe. Am nächsten Tag wurden sie ins Gebet genommen und wir konnten die nächsten Tage in aller Ruhe verbringen.

Nachdem wir am Morgen ausreichend gefrühstückt hatten, gingen wir das erste Mal einen 100er an. Für Axel war dies Premiere. Da wir aber in den Alpen waren, kamen noch die entsprechenden Höhenmeter dazu. Am Ende waren es 129km bei 1300 Hm. Anschließend ging es noch ein bissl ausschwimmen, man gönnt sich ja sonst nichts. Ich hatte die zu fahrenden Touren auf mein GPS geladen, so konnten wir die Strecken ganz gut finden.

Am Sonntag stand dann der Klassiker ins Haus, der Eddy Merckx-Marathon über 160km bei 2500 Hm. Wir hatten dies zwar später geplant, aber wir fühlten uns sehr fit. Einen Tag vor dem Ruhetag kann man dies schon mal machen. Es war eine tolle Runde, die uns bis Salzburg führte und wunderschöne Landschaft berührte. Unser Radneuling zog gut mit und so stiegen wir nach 6:45 H vom Rad. Anschließend bei einem 5km Lauf noch ein wenig regeneriert. Der Tag war super. Im Restaurant am See wurden dann die Kohlenhydratspeicher wieder gefüllt.

Am nächsten Tag war Ruhetag. Unsere Trainingspartner mussten vom Salz befreit werden und die Klamotten gerichtet. Trotzdem liefen wir noch 11 km ruhig am See entlang. Bei der Gymnastik am Nachmittag merkten wir schon, dass wir ein paar Kilometer in den Beinen hatten.

Am Dienstag wollten wir allen drei Triathlondisziplinen gerecht werden. Der Morgen begann mit einen einlaufen und anschließend 10x400m. Bei mir machten sich nach dem siebten 400er die Muskeln bemerkbar und ich musste abbrechen. Axel war in seinem Element. Hier konnte er zeigen, was er drauf hatte und erledigte die Übung im Vorbeigehen. Anschließend schwangen wir uns auf unsere Räder und radelten über 48km bei 500Hm. Ja, ohne Berg ging hier nix. Aber das wussten wir. Nachdem wir uns ein wenig regeneriert hatten, ging es ins Schwimmbad, um da noch mal 1000m zu schwimmen. Den Tag rundete dann ein Besuch beim Fischerwirt am Wolfgangsee ab. Am Mittwoch wartete wieder eine längere Radausfahrt auf uns. 143km über die oberösterreichischen Berge bei nochmals knapp 1500 Hm, wobei die letzten 25 km nur gegen Wind gestrampelt wurde, da ging am Abend nix mehr.

Am nächsten Tag wollten wir die Tour in verkürzter Form anders rum fahren, also erst mal mit Wind und halt die Bergpassagen auslassen. Da ich am Tag vorher nicht schwimmen konnte, holte ich dies am Morgen nach. Dann ging es ab aufs Rad. Das sich auch in Österreich die Winde drehen können, merkten wir spätestens nach 2 Km. Wieder erst mal 22km gegen den Wind gestemmt, na ja, heute sollte es ja flach rollen. Von St. Gilgen über Bad Ischl, durch das wunderschöne Weißbachtal, um den Attersee, Mondsee zurück nach St. Gilgen, wir nahmen Abschied von den Bergen, denn das war unsere letzte Tour im Trainingslager. Es wurden die Pedalen noch mal mächtig gedrückt und gezogen, ein 30er Schnitt auf 113km kam dabei heraus. Das Auf und Ab um die Seen hatte sogar noch ein paar Höhenmeter gebracht. Mit einem Lauf am Wolfgangsee am Nachmittag beendeten wir das Trainingslager 2009 in St. Gilgen.

Es war bestimmt nicht das letzte Mal, dass ich dort war. Für 2010 habe ich schon wieder geplant. Vielleicht kommen dann noch ein paar Verwegene hinzu, denn auch zum Lauftraining ist die Gegend sehr gut geeignet. Danke auch an meinen Trainingspartner Axel, der sich mächtig ins Zeug legte und auch ohne sogenanntes Eppsteinritzel die Berge erklomm.

Mit besten Grüßen Bernd M. aus S.
sg