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LG Bad Soden / Sulzbach / Neuenhain |
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Trainingslager auf Mallorca vom 1.3. bis 13.3.2009Ungewohnt wolkig und kalt empfing uns am 01.03. diesen Jahres Palma, zu unserem Rad-Trainingslager 2009 auf Malle. Dieses mal mit dabei waren, Andreas Jung, Alfred Makowetz, Melanie Noll, Anja und André Winkler, Tina Kostka, Stefan Marquardt, Stefanie Linicus, Stephan Mayer, Robert Müller, Dieter Berdux und meine Wenigkeit, Reinhold Schwarz. Auf der Fahrt zu „unserem“ Playa de Muro in Alcudia kam dann doch die Sonne richtig raus und wärmte uns beim Auspacken und Zusammenbauen der Räder angenehm auf. Gegen 13.30 Uhr starteten wir zusammen eine lockere Ausfahrt. Rob und „di Stefano“ kamen von Nürnberg aus erst etwas später an. 75Km sollten an diesem ersten Tag auch reichen. Der dritte Tag begann recht verheißungsvoll mit Sonnenschein. Rob und ich zeigten auf der Fahrt nach Arta (sehr mutig) viel nacktes Bein. Dies hatte sich allerdings schon in Arta zum Eisbein verwandelt. Uns beiden war saukalt. Von der Sonne war auch nichts mehr zu sehen. Wir überfielen den nächstbesten Radladen in Arta und deckten uns mit Beinlingen und Überschuhen ein … Das tat dem Eisbein gut ;-)) Aber das uns der Besitzer des Ladens vor aufkommendem Regen warnte schlugen wir in den - immer heftiger werdenden - Wind. Kurz vor der Ostküste fing es tatsächlich an zu regnen und zwar ordentlich. Leicht angefeuchtet erreichten wir ein Café am Meer. Einige Tassen Kaffee Amerikano und ca. eine Stunde später starteten wir die feuchte Rückfahrt. Die Diskussion, ob wir den selben und damit bekannten Weg zurück oder durch das Landesinnere mit „sicher“ weniger Verkehr und Regen nehmen sollten ging 4:1 gegen Reini aus. André übernahm die Führung ins Landesinnere und wir kamen vom Regen in die Traufe. Mir fiel insbesondere der geringe Lastwagenverkehr in Manacor auf… brrrrr, war das eine Schweinerei. Nach 104 Km erreichten wir völlig durchnässt und eingesaut unser „Muro“ und gaben den Rädern eine kalte Dusche mit dem Gartenschlauch…Yipiiieee Die Klamotten ließ man am besten in der Badewanne an. Da sammelte sich dann der Matsch von dem „ganz wenig“ vorbeirauschenden Verkehr im Landesinneren…hihi. Ab dem sechsten Tag auf Malle war das aber alles vergessen. Das Wetter wurde immer besser und unsere Neuen: Mel, Andy und Steffi liefen zur Hochform auf. Die drei steigerten Ihre Kilometerumfänge in beängstigender Weise. Dreistellig war längst kein Thema mehr. Hut ab vor den Dreien. Schade, das Andy nur eine Woche dabei war. Don Alfredo schoss allerdings alle Vögel in der Kategorie: „ Ich mach hier alles mit und viel hilft viel“ ab. Es gab keine Gymnastik, lange Ausfahrt, Bergetappe, Laufeinheit oder Schwimmkilometer, bei denen er nicht dabei war. Auch beim Abendessen erfreute er uns mit der einen oder anderen „Creme-Einlage“, dicht gefolgt von unserem Sprachwunder - „El Präsidente“ - Stefan Marquardt. Er knüpfte in der Landessprache wirklich enge Kontakte zu den unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen. Und wenn ich unterschiedlich sage, meine ich das auch…kein weiterer Kommentar… Darüber hinaus war Stefan der einzige, der unserer Radrakete Rob nicht nur Paroli bieten konnte, sondern ihm am Berg auch mal davon fuhr. Die ersten langen Touren wurden bestritten. André, Don Alfredo, El Präsidente, Reini und der Radbundestrainer Dieter Berdux bretterten 183Km über die Insel, wobei sich der RBT genau 30 Sekunden vorneweg - gegen den Wind - stemmte …. Rob lag leider nach „durchbrochener“ Nacht flach und di Stefano hatte eine andere Planung. Tina und Steffi hielten sich auch noch etwas zurück, machten aber am darauffolgenden Tag mit dem Radbundestrainer und Mel (Melanie) eine 160Km-Ausfahrt. Respekt ! Andy trat schon am Samstag, dem 7. die Heimreise an drohte uns an, nächstes Jahr wieder dabei zu sein ;-) Leider blieb fast keiner von kleineren Krankheiten verschont. Nachdem El Capitano (ich) einen spektakulären Sturz - nach einfädeln in Mel‘s Hinterrad - gebracht hatte, meldete sich am nächsten Tag nicht ich, sondern André Heim- bzw. Hotelkrank. Ich hatte mich nach der Gruppe hinter mir umgedreht und nicht bemerkt das Mel bremste. André hatte ähnliche Probleme wie Rob einige Tage zuvor. So machten sich El Capitano (ich) und Anja zu Zweit auf ein lange Ausfahrt. Beim Start der Tour bemerkte Anja, dass sie keinen Tacho dabei hat, was der Capitano mit Hinweis auf seinen als unwichtig beurteilte. Überrascht war Anja dann, als ich sie aufforderte noch zwei kleine Runden um unseren Heimkreisel zu fahren, um die 180 Km zu erreichen. Sie hatte das Ganze bei mir im Windschatten - immerhin in einem 26er-Schnitt - abgerissen. Und weil es ihr so prächtig ging, wollte Sie hintendrauf noch ein wenig Laufen. Dem Wusch konnte entsprochen werden. Erstmalig wurde auch eine Nachtfahrt unternommen, wenn auch nicht ganz freiwillig. Rob und El Präsidente hatten keine Lust auf „mit Bus zum Küstenklassiker“ und fuhren kurz entschlossen mit dem Rad los. Di Stefano und Don Alfredo fuhren zwar mit dem Bus, verschätzten sich aber mit einigen Schleifen doch ordentlich in der Zeit. Das Ende vom Lied war, dass alle Vier von Muro zum Hotel im Dunkeln heimfahren mussten. Gut, dass die Einheimischen sehr vorsichtig mit den Radfahrern vor Ort umgehen. Zusammenfassend waren wir – wie immer - von der ganzen Insel begeistert. Ich gehe davon aus, dass dies nicht das letzte Trainingslager auf „Malle“ war. Gruß El Capitano (Reini) |